ANPR Hotel: Hotelparkplatz verwalten im Jahr 2026 – Effizient und digital

Der erste Eindruck eines Hotelgastes entsteht längst nicht mehr erst in der mondänen Lobby oder beim freundlichen Empfang an der Rezeption, sondern bereits viele Minuten vorher – nämlich bei der Anreise auf dem Parkplatz. Wenn erschöpfte Gäste nach einer langen Fahrt vor einer defekten Schrankenanlage stehen, im strömenden Regen das Fenster öffnen müssen, um nach einem Papierticket zu greifen, oder schlichtweg keinen freien Stellplatz finden, weil unbefugte Fremdparker die wertvollen Flächen blockieren, leidet das gesamte Gästeerlebnis massiv. Wer heute einen Hotelparkplatz verwalten möchte und dabei auf traditionelle Schrankenanlagen sowie analoge Ticketsysteme setzt, stößt unweigerlich an personelle, technische und vor allem wirtschaftliche Grenzen.
Die Lösung für diese drängenden Herausforderungen liegt in der konsequenten Digitalisierung der Parkflächen. Im Jahr 2026 setzen zukunftsorientierte Betriebe flächendeckend auf intelligente, kamerabasierte Systeme. Ein professionelles ANPR Hotel System (Automatic Number Plate Recognition) automatisiert die gesamte Zufahrtskontrolle, entlastet das Personal an der Rezeption spürbar und sorgt für eine lückenlose, datenbasierte Auslastungsanalyse. Erfahren Sie in diesem detaillierten und praxisnahen Leitfaden, wie Sie Gästeparkplätze im Hotel effizient bewirtschaften, hartnäckige Fremdparker rechtssicher fernhalten und gleichzeitig die Profitabilität Ihrer Stellflächen auf ein neues Level heben.
Warum klassische Schranken ausgedient haben: Hotelparkplatz verwalten neu gedacht
Das Bild des klassischen Hotelparkplatzes ist seit Jahrzehnten unverändert: Eine wuchtige Schrankenanlage an der Einfahrt, ein Ticketspender, der regelmäßig mit Papierrollen bestückt werden muss, und ein massiver Kassenautomat, der Bargeld schluckt und Wechselgeld bereithält. Doch diese mechanischen Systeme erweisen sich zunehmend als Flaschenhals für einen reibungslosen Hotelbetrieb. Der Wartungsaufwand ist enorm. Mechanische Bauteile verschleißen, Papiertickets verklemmen sich durch Feuchtigkeit, und nicht selten werden Schrankenbäume durch unachtsame Fahrer beschädigt. Die Investitionskosten für eine herkömmliche, voll ausgestattete Schrankenanlage inklusive Kassenautomaten und den notwendigen Tiefbauarbeiten belaufen sich schnell auf 15.000 bis 25.000 Euro. Hinzu kommen laufende Kosten für teure Wartungsverträge, Verbrauchsmaterialien und unvorhergesehene Reparaturen.
Noch gravierender als die finanziellen Aspekte ist jedoch die personelle Belastung. An der Rezeption binden analoge Parksysteme wertvolle Ressourcen. Gäste verlieren ihre Papiertickets, Magnetstreifen werden durch Smartphones entmagnetisiert, oder die Ausfahrt funktioniert schlichtweg nicht. In all diesen Fällen muss das Rezeptionspersonal den eigentlichen Check-in- oder Check-out-Prozess anderer Gäste unterbrechen, um über eine Gegensprechanlage mühsam Probleme zu lösen oder die Schranke manuell per Knopfdruck zu öffnen. Dies sorgt für Frustration auf beiden Seiten und widerspricht dem modernen Verständnis von exzellentem Service.
Ein weiteres massives Problem ist die missbräuchliche Nutzung durch unbefugte Dritte. Besonders in attraktiven Innenstadtlagen, in der Nähe von Bahnhöfen, Flughäfen oder Veranstaltungszentren werden Hotelparkplätze gerne von Pendlern, Shoppern oder Anwohnern zweckentfremdet. Steht die Schranke aufgrund eines Defekts offen, füllt sich der Parkplatz rasend schnell mit Fremdparkern. Die zahlenden Hotelgäste, die eine garantierte Parkmöglichkeit erwarten, gehen leer aus. Wer seinen Hotelparkplatz verwalten und wirtschaftlich optimieren möchte, muss sich im Jahr 2026 von diesen fehleranfälligen Hardware-Konstrukten verabschieden. Der Trend geht eindeutig hin zu softwaregesteuerten, schrankenlosen Lösungen (Free-Flow), die den Verkehrsfluss nicht mehr behindern, sondern intelligent und unsichtbar im Hintergrund lenken.
Wie funktioniert ein ANPR Hotel System in der Praxis?
Hinter dem Begriff ANPR verbirgt sich die “Automatic Number Plate Recognition”, zu Deutsch die automatische Kennzeichenerkennung. Diese Technologie hat sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt und bildet heute das technologische Rückgrat moderner Parkraumbewirtschaftung. Anstatt den Verkehrsfluss durch physische Barrieren zu stoppen, wird der Parkvorgang vollständig digitalisiert und an das Fahrzeugkennzeichen geknüpft.
Der Prozess beginnt bereits bei der Einfahrt auf das Hotelgelände. Spezielle Infrarotkameras, die an strategischen Punkten installiert sind, erfassen das Kennzeichen jedes einfahrenden Fahrzeugs in Bruchteilen einer Sekunde. Ein modernes ANPR Hotel System dokumentiert das Kennzeichen in Kombination mit einem exakten Zeitstempel und einem verschlüsselten Bildnachweis. Der Gast muss nicht anhalten, kein Fenster öffnen und kein Ticket ziehen. Die Erkennungsraten moderner Kamerasysteme liegen selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen, starkem Regen oder Dunkelheit bei über 99 Prozent.
Das Herzstück der Anlage ist die intelligente Software, die im Hintergrund arbeitet und im Idealfall direkt mit dem Property Management System (PMS) des Hotels kommuniziert. Hier kommt das sogenannte Whitelist-Prinzip zum Tragen. Gäste können ihr Kennzeichen bereits im Vorfeld der Anreise über einen Link in der Buchungsbestätigung registrieren, oder sie geben es beim Check-in an der Rezeption auf einem Tablet ein. Das Fahrzeug wird somit auf die “weiße Liste” gesetzt und für den Zeitraum des Aufenthalts als autorisierter Parker im System hinterlegt.
Bei der Ausfahrt erfasst eine weitere Kamera das Kennzeichen erneut. Die Software gleicht die Einfahrts- und Ausfahrtszeit ab und prüft den Status des Fahrzeugs. Handelt es sich um einen registrierten Übernachtungsgast, wird der Parkvorgang automatisch beendet und die Gebühr, sofern nicht im Zimmerpreis inkludiert, auf die Hotelrechnung gesetzt. Für externe Besucher, wie beispielsweise Gäste des hoteleigenen Restaurants oder des Spa-Bereichs, bietet das System flexible Zahlungsmöglichkeiten. Sie können ihre Parkgebühr vor der Abfahrt an einem digitalen Touch-Terminal unter Eingabe ihres Kennzeichens bargeldlos begleichen oder den Betrag bequem über bekannte Parking-Apps auf ihrem Smartphone bezahlen. Der gesamte Prozess verläuft reibungslos, ticketlos und ohne jegliche Wartezeiten.
Die größten Vorteile der Kennzeichenerkennung im Gastgewerbe
Die Implementierung einer automatischen Kennzeichenerkennung im Gastgewerbe bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich, die weit über die bloße Einsparung von Papiertickets hinausgehen. Im Zentrum steht dabei die signifikante Aufwertung des Gästeerlebnisses, gepaart mit handfesten wirtschaftlichen Optimierungen für den Betreiber.
- Exklusives Gästeerlebnis: In einer Branche, in der Servicequalität das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist, sorgt ein nahtloser Anreiseprozess für Begeisterung. Wenn Gäste bei einem komplett schrankenlosen System einfach direkt zu ihrem Stellplatz durchfahren können, vermittelt dies ein Gefühl von Exklusivität und professioneller Wertschätzung. Der Stress der Parkplatzsuche und Ticketabwicklung entfällt komplett.
- Lückenlose Umsatzsicherung: Bei klassischen Systemen gehen regelmäßig Einnahmen verloren – sei es durch verlorene Tickets, fehlerhafte Rabattierungen an der Rezeption oder durch Fahrzeuge, die unbemerkt das Gelände verlassen. Ein ANPR-System erfasst jeden Parkvorgang minutengenau. Auch Late Check-outs oder das verlängerte Parken nach der Zimmerfreigabe können präzise und fair abgerechnet werden. Das System sorgt dafür, dass keine Parkgebühr mehr unbemerkt verloren geht.
- Intelligentes Flächenmanagement: Über ein cloudbasiertes Dashboard haben Hotelmanager und Rezeptionsmitarbeiter in Echtzeit den genauen Überblick über die aktuelle Auslastung der Parkflächen. Dies erlaubt es, Stellplätze dynamisch zu verwalten. In Zeiten geringer Auslastung können freie Kapazitäten gezielt an externe Kurzparker oder Pendler vermietet werden, um zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Ist das Hotel hingegen ausgebucht, stellt das System sicher, dass die Flächen exklusiv den eigenen Hausgästen vorbehalten bleiben.
- Gelebte Nachhaltigkeit: Durch den Verzicht auf Millionen von Papiertickets und verschleißanfällige Plastikkarten wird wertvolles Material eingespart. Gleichzeitig reduziert der fließende Verkehr ohne Stop-and-Go an einer Schrankenanlage die CO2-Emissionen und die Lärmbelastung auf dem Hotelgelände erheblich. Dies trägt nicht nur zu einer besseren Umweltbilanz bei, sondern sorgt auch für mehr Ruhe in den an den Parkplatz angrenzenden Hotelzimmern.
- Rund-um-die-Uhr-Betrieb: Die Systeme arbeiten 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr vollautomatisch. Es sind keine Nachtschichten erforderlich, um die Parkgarage zu überwachen oder bei Schrankendefekten einzugreifen.
Wirtschaftlichkeit und Kosten: Was kostet ein ANPR Hotel System?
Wenn Hoteliers die Modernisierung ihrer Infrastruktur planen, steht die Frage nach der Wirtschaftlichkeit naturgemäß im Fokus. Im direkten Vergleich zu traditionellen Schrankensystemen schneiden digitale Lösungen auf Basis der Kennzeichenerkennung in der Regel deutlich besser ab. Während herkömmliche Anlagen hohe initiale Kapitalausgaben für Tiefbauarbeiten, Induktionsschleifen, schwere Schrankengehäuse und Kassenautomaten erfordern, beschränkt sich die Hardware bei einem ANPR Hotel System auf wenige, hochmoderne Kamerasäulen und die gesetzlich vorgeschriebene Beschilderung. Die Installationskosten sind dementsprechend um ein Vielfaches geringer.
Auf der operativen Seite entfallen die teuren Wartungsverträge für mechanische Verschleißteile, das regelmäßige Nachfüllen von Papiertickets und die zeitintensive Entleerung von Münzgeld aus den Automaten. Stattdessen basieren moderne ANPR-Lösungen meist auf einem Software-as-a-Service-Modell (SaaS), bei dem eine monatliche Lizenzgebühr für die Nutzung der Cloud-Plattform, die Datenverarbeitung und den technischen Support anfällt. Neben klassischen Kauf- und Mietmodellen gibt es auch kostenlose Full-Service-Angebote. Anbieter wie Parketry übernehmen sämtliche Kosten und refinanzieren sich über die Bearbeitung tatsächlicher Parkverstöße.
Die Wirtschaftlichkeit eines solchen Systems ergibt sich jedoch nicht nur aus den eingesparten Kosten, sondern vor allem aus den signifikant gesteigerten Einnahmen. Durch die lückenlose Erfassung aller Fahrzeuge wird die Erfassungsquote auf nahezu 100 Prozent erhöht. Niemand kann den Parkplatz mehr nutzen, ohne die entsprechende Gebühr zu entrichten. Zudem generiert die konsequente Verfolgung von unbefugten Fremdparkern durch Vertragsstrafen zusätzliche Einnahmen oder schreckt diese so effektiv ab, dass die Flächen wieder für zahlende Gäste zur Verfügung stehen.
Ein weiterer Hebel zur Ertragssteigerung ist das dynamische Pricing. Da die Software alle Daten in Echtzeit verarbeitet, können Hoteliers die Parkgebühren flexibel an die Nachfrage anpassen. Während großer Messen, lokaler Großveranstaltungen oder in der Hochsaison können die Tarife für externe Parker automatisch angehoben werden, während Hotelgäste weiterhin von festen Konditionen profitieren. Diese Strategie maximiert den Umsatz pro verfügbarem Stellplatz und macht den Hotelparkplatz von einem reinen Kostenfaktor zu einem hochprofitablen Profitcenter.
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Datenschutz und rechtliche Rahmenbedingungen für Gästeparkplätze im Hotel
Ein Thema, das bei der Einführung von kamerabasierten Systemen unweigerlich aufkommt, ist der Datenschutz. Viele Hotelbetreiber befürchten rechtliche Hürden oder Beschwerden von Gästen, wenn sie ihre Gästeparkplätze im Hotel digitalisieren. Im Jahr 2026 sind diese Bedenken jedoch unbegründet, sofern man mit professionellen und etablierten Branchenanbietern zusammenarbeitet. Moderne ANPR-Systeme sind von Grund auf so konzipiert, dass sie alle Anforderungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie der strengen deutschen Datenschutzgesetze vollumfänglich erfüllen.
Der wichtigste Grundsatz ist die Datensparsamkeit. Die Kameras erfassen ausschließlich das Kennzeichen des Fahrzeugs. Insassen, Passanten oder angrenzende öffentliche Straßenbereiche werden entweder gar nicht erst im Bildausschnitt erfasst oder durch smarte Algorithmen in Echtzeit unkenntlich gemacht. Es findet keine kontinuierliche Videoüberwachung statt, sondern lediglich die Erstellung eines anlassbezogenen Bildes bei der Ein- und Ausfahrt.
Entscheidend für den datenschutzkonformen Betrieb ist die Transparenz. An allen Zufahrten zu den Parkflächen müssen gut sichtbare und eindeutig formulierte Hinweisschilder angebracht werden. Diese Schilder informieren den Fahrer vor dem Befahren des Geländes über die kamerabasierte Erfassung, die geltenden Parktarife, die maximal zulässige Parkdauer und die Vertragsstrafen bei Zuwiderhandlung. Fährt ein Autofahrer an diesen Schildern vorbei auf den Parkplatz, geht er durch sogenanntes konkludentes (schlüssiges) Handeln einen Vertrag mit dem Parkraumbetreiber ein und stimmt den Nutzungsbedingungen zu.
Die Speicherdauer der erfassten Daten ist streng reglementiert. Verlässt ein regulärer Hotelgast den Parkplatz und ist der Parkvorgang ordnungsgemäß bezahlt oder über die Hotelrechnung beglichen, werden die Kennzeichendaten automatisch und unwiderruflich aus dem System gelöscht. Nur im Falle eines Parkverstoßes – beispielsweise wenn ein Fahrer das Gelände ohne Bezahlung verlässt oder die Höchstparkdauer massiv überschreitet – werden die Daten aufbewahrt. In diesem Fall ist der Betreiber berechtigt, über eine gesicherte Schnittstelle beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine Halterabfrage durchzuführen, um die berechtigten Forderungen und Vertragsstrafen postalisch geltend zu machen. Dieser Prozess ist durch die Wahrung berechtigter Interessen rechtlich eindeutig abgesichert.
Praxisbeispiele: Hotelparkplatz verwalten – So revolutioniert ANPR den Alltag
Um die transformative Kraft der automatischen Kennzeichenerkennung im Gastgewerbe zu verdeutlichen, lohnt sich ein Blick auf typische Einsatzszenarien. Die Herausforderungen variieren je nach Standort und Ausrichtung des Hotels erheblich, doch die digitale Parkraumverwaltung bietet für jedes Problem eine maßgeschneiderte Lösung.
Szenario 1: Das innerstädtische Business-Hotel
Ein modernes Tagungshotel im Herzen einer deutschen Großstadt litt jahrelang unter extremem Parkdruck. Pendler und Innenstadtbesucher nutzten die Hotelgarage regelmäßig als günstige Alternative zu städtischen Parkhäusern. Die Folge: Spät anreisende Geschäftsreisende fanden keinen Platz mehr und mussten mühsam auf weit entfernte Alternativen ausweichen, was zu massiven Beschwerden führte. Wer unter solchen Bedingungen einen Hotelparkplatz verwalten muss, kämpft auf verlorenem Posten. Nach der Umrüstung auf ein schrankenloses ANPR-System und der deutlichen Beschilderung von Vertragsstrafen für unbefugte Nutzer sank die Fremdparkerquote innerhalb weniger Wochen auf null. Das Hotel kann seinen Firmenkunden nun wieder garantierte Stellplätze anbieten und verwaltet die Kontingente für Tagungsgäste bequem über das digitale Dashboard.
Szenario 2: Das Flughafen-Hotel mit Shuttle-Service
Hotels in der Nähe von großen Airports bieten oft attraktive “Park, Sleep & Fly”-Pakete an. Gäste übernachten eine Nacht und lassen ihr Auto für die Dauer ihres zweiwöchigen Urlaubs auf dem Hotelparkplatz stehen. In der Vergangenheit war es für das Personal fast unmöglich zu kontrollieren, ob Gäste ihr Fahrzeug pünktlich nach 14 Tagen wieder abholten. Oft blockierten Fahrzeuge wochenlang wertvolle Flächen, ohne dass eine Nachberechnung stattfand. Mit der Implementierung der digitalen Kennzeichenerkennung wird nun jede Ausfahrt exakt protokolliert. Überschreitet ein Gast die gebuchte Parkdauer, generiert das System automatisch eine Nachforderung für die zusätzlichen Tage. Der manuelle Kontrollaufwand für das Hotelpersonal ist komplett entfallen.
Szenario 3: Das Wellness-Resort mit Tagesgästen
Ein weitläufiges Spa-Resort steht vor der Herausforderung, verschiedene Nutzergruppen auf demselben Parkplatz zu managen. Übernachtungsgäste sollen kostenlos parken, während Tagesgäste des Spa-Bereichs und Besucher des Restaurants eine stundenbasierte Gebühr entrichten müssen. Vor der Digitalisierung führte dies zu endlosen Diskussionen an der Rezeption und komplizierten Rabattierungsprozessen mit Papiertickets. Heute registrieren Übernachtungsgäste ihr Kennzeichen beim Check-in und sind fortan befreit. Tagesgäste geben ihr Kennzeichen einfach beim Verlassen des Spas an einem Tablet ein und bezahlen bargeldlos. Das System trennt die Nutzergruppen vollkommen fehlerfrei und sorgt für einen entspannten Abschluss des Wellness-Tages.
Schritt für Schritt: Die erfolgreiche Einführung von ANPR im Hotel
Die Umstellung auf einen digitalen Hotelparkplatz ist ein strategisches Projekt, das bei richtiger Planung reibungslos und ohne große Unterbrechungen des laufenden Betriebs umgesetzt werden kann. Der Prozess gliedert sich in der Regel in mehrere klar definierte Phasen, die von professionellen Systemanbietern eng begleitet werden.
- Schritt 1: Detaillierte Standortanalyse: Experten prüfen die baulichen Gegebenheiten an den Ein- und Ausfahrten, analysieren die Lichtverhältnisse und definieren die optimalen Positionen für die Kamerasäulen. Die infrastrukturellen Anforderungen sind dabei erfreulich gering: In den meisten Fällen genügen ein handelsüblicher 230-Volt-Stromanschluss sowie eine stabile Internetverbindung über LAN oder einen LTE-Router, um die Hardware in Betrieb zu nehmen. Teure Erdarbeiten entfallen komplett.
- Schritt 2: Hardware-Installation: Die Kameras werden montiert, kalibriert und auf die spezifischen Winkel der Fahrspuren ausgerichtet. Gleichzeitig werden die essenziellen Hinweisschilder so platziert, dass sie für jeden Fahrer vor der Einfahrt deutlich und zweifelsfrei lesbar sind.
- Schritt 3: Softwarekonfiguration und Integration: Über moderne API-Schnittstellen wird das System mit dem Property Management System des Hotels verbunden. Dies ermöglicht den automatisierten Datenaustausch, sodass Kennzeichen von Buchungen direkt in die Whitelist übertragen werden können. In dieser Phase werden auch die Tarifstrukturen, Kulanzzeiten und spezifischen Regeln für verschiedene Nutzergruppen im Dashboard hinterlegt.
- Schritt 4: Schulung und Kommunikation: Das Rezeptionsteam wird in die intuitive Bedienung der Software eingewiesen und lernt, wie man manuell Kennzeichen hinzufügt oder bei Tippfehlern der Gäste korrigierend eingreift. Parallel dazu sollten Stammgäste, Firmenkunden und Lieferanten über Newsletter oder Vorab-E-Mails über das neue, komfortable Parksystem informiert werden. Durch diese proaktive Kommunikation wird sichergestellt, dass die Umstellung von allen Beteiligten als exzellentes Service-Upgrade wahrgenommen wird.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist ein ANPR Hotel System mit der DSGVO vereinbar?
Ja, moderne Systeme zur Kennzeichenerkennung sind im Jahr 2026 vollständig DSGVO-konform. Es werden keine dauerhaften Videoaufnahmen gespeichert, sondern lediglich anlassbezogene Bilder des Kennzeichens bei der Ein- und Ausfahrt. Nach einem ordnungsgemäß abgeschlossenen und bezahlten Parkvorgang werden die Daten von Hotelgästen automatisch und unwiderruflich gelöscht.
Was passiert, wenn ein Kennzeichen durch Schnee oder Schmutz unleserlich ist?
Die Kamerasysteme nutzen hochentwickelte Infrarottechnologie und künstliche Intelligenz, die selbst bei starker Verschmutzung, Dunkelheit oder widrigen Wetterbedingungen Erkennungsraten von über 99 Prozent erzielen. Sollte ein Kennzeichen dennoch einmal absolut unleserlich sein, bieten die Systeme manuelle Korrekturmöglichkeiten über das digitale Dashboard an der Rezeption.
Müssen Hotelgäste eine App herunterladen, um zu parken?
Nein, der Download einer spezifischen App ist nicht zwingend erforderlich. Übernachtungsgäste registrieren ihr Kennzeichen bequem beim Check-in oder über einen Link in der Buchungsbestätigung. Tagesgäste können ihre Parkgebühren an digitalen Automaten per EC- oder Kreditkarte bezahlen oder bei Bedarf etablierte Parking-Apps nutzen, die sie ohnehin bereits auf dem Smartphone installiert haben.
Wie wird das Parken für Lieferanten und Taxifahrer geregelt?
Das System bietet höchste Flexibilität für verschiedene Nutzergruppen. Für Lieferanten, Handwerker oder regelmäßig anfahrende Taxis können im Dashboard sogenannte Kulanzzeiten von beispielsweise 15 bis 30 Minuten eingestellt werden. Verlassen diese Fahrzeuge das Gelände innerhalb dieses Zeitfensters, wird der Parkvorgang automatisch storniert und es fallen keine Gebühren an.
Kann die Kennzeichenerkennung in bestehende Schranken integriert werden?
Absolut. Obwohl der Trend klar zum schrankenlosen Free-Flow-Parken geht, lassen sich ANPR-Kameras problemlos in bestehende, noch funktionierende Schrankenanlagen integrieren. In diesem Hybrid-Modus dient das Kennzeichen als digitaler Schlüssel: Die Kamera erkennt das autorisierte Fahrzeug und gibt den Impuls zur automatischen Öffnung der Schranke.
Wie wehren ANPR-Systeme unbefugte Fremdparker ab?
Durch die lückenlose Erfassung jedes einfahrenden Fahrzeugs bleibt kein Parkverstoß unentdeckt. Wer sein Fahrzeug abstellt, ohne sich als Gast zu registrieren oder die Gebühr zu entrichten, wird über eine automatisierte Halterabfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt ermittelt. Der Betreiber oder der Systemanbieter versendet daraufhin rechtssicher eine Zahlungsaufforderung inklusive einer vertraglich vereinbarten Strafe.