ANPR-Markt Deutschland 2026: Warum Betreiber umsteigen

Die Bewirtschaftung von Parkflächen steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Klassische Absperrsysteme, fehleranfällige Schrankenanlagen und verloren gegangene Parktickets gehören zunehmend der Vergangenheit an, da modernere, digitale Lösungen an ihre Stelle treten. Der dynamische anpr markt deutschland 2026 verdeutlicht, dass die automatisierte Erfassung von Fahrzeugkennzeichen längst den Status eines Nischenprodukts verlassen hat. Wer heute Parkflächen effizient und kundenfreundlich verwalten möchte, setzt auf intelligente Kamerasysteme, die den Zu- und Abfluss nahtlos regeln. Dieser unaufhaltsame kennzeichenerkennung verbreitung trend verändert nicht nur die Erwartungen der Autofahrer, sondern optimiert auch die wirtschaftliche Bilanz für Eigentümer und Bewirtschafter. In diesem umfassenden Analysebeitrag erfahren Sie, welche Treiber den Markt aktuell bestimmen, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen darstellen und warum sich die Investition in schrankenlose Systeme genau jetzt auszahlt.

ANPR-Markt Deutschland 2026: Der technologische Wandel im Überblick

Die Digitalisierung im Mobilitätssektor hat in den letzten Jahren ein neues Niveau erreicht. Innerhalb des Segments für moderne Parkraumbewirtschaftung zeigt sich eine deutliche Entwicklung hin zu softwarebasierten Systemen. Der anpr markt deutschland 2026 ist geprägt von hochentwickelten Kamerasystemen, die mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) Kennzeichen in Sekundenbruchteilen fehlerfrei auslesen können. Im Vergleich zu den ersten Systemen, die stark witterungsanfällig waren, arbeiten heutige Lösungsansätze auch bei starkem Regen, Schneefall oder Dunkelheit äußerst zuverlässig.

Ein zentraler Aspekt dieser Entwicklung im smart parking markt ist die Verlagerung von lokaler Hardware hin zu flexiblen Cloud-Lösungen. Während früher teure Serverstrukturen vor Ort installiert und gewartet werden mussten, kommunizieren die modernen Kennzeichenscanner heute direkt mit einer zentralen Plattform im Internet. Diese Software-as-a-Service-Strukturen (SaaS) ermöglichen es Betreibern, ihre Parkflächen ortsunabhängig und in Echtzeit zu steuern. Tarife können per Mausklick angepasst, Auslastungsanalysen sekundengenau abgerufen und digitale Parkberechtigungen flexibel erteilt werden.

Darüber hinaus profitiert die gesamte Branche von einer zunehmenden Standardisierung der Schnittstellen (APIs). Dadurch lassen sich ANPR-Systeme problemlos in bestehende Infrastrukturen integrieren – sei es in die Buchungssysteme von Hotels, in die Mitgliederdatenbanken von Fitnessstudios oder in bestehende städtische Verkehrssteuerungssysteme. Der Verzicht auf physische Tickets und starre Barrieren schafft eine flexible Infrastruktur, die sich dynamisch an die Bedürfnisse der Nutzer anpasst und den administrativen Aufwand auf ein Minimum reduziert.

  • Verschiebung zur Cloud: Keine lokalen Server mehr nötig, Verwaltung erfolgt standortunabhängig.
  • Hervorragende Erkennungspräzision: KI-gestützte Erfassung minimiert Fehlerquoten auch bei widrigen Lichtverhältnissen.
  • API-First-Infrastruktur: Nahtlose Anbindung an Drittsysteme wie Ladesäulen, Apps und ERP-Software.

Kennzeichenerkennung als Verbreitungs-Trend: Warum der Markt boomt

Die Nachfrage nach schrankenlosen Parklösungen wächst rasant. Ein wesentlicher Treiber für diesen kennzeichenerkennung verbreitung trend ist das veränderte Nutzerverhalten der Verbraucher. Autofahrer im modernen Zeitalter erwarten einen reibungslosen, schnellen und kontaktlosen Ablauf beim Parken. Das zeitraubende Heranfahren an eine Schranke, das Suchen nach Kleingeld am Kassenautomaten oder die Sorge vor einem verlorenen Parkticket werden in einer digitalisierten Gesellschaft zunehmend als störend empfunden.

Die kontinuierliche anpr verbreitung deutschland zeigt sich auf ganz unterschiedlichen Flächenkategorien. Während Flughäfen und Großbahnhöfe zu den Pionieren der Technologie gehörten, setzen mittlerweile immer mehr mittelständische Unternehmen, Supermärkte, Kliniken und kommunale Betreiber auf die schrankenlose Erfassung. Durch den Wegfall physischer Barrieren wird der sogenannte Free-Flow-Verkehr ermöglicht. Fahrzeuge können ohne anzuhalten ein- und ausfahren, was insbesondere zu Stoßzeiten die Bildung von Rückstaus auf umliegende öffentliche Straßen effektiv verhindert und den Verkehrsfluss spürbar optimiert.

Ein weiterer entscheidender Faktor für den Boom ist die veränderte Sichtweise auf Parkflächen selbst. Parkplätze werden heute nicht mehr nur als reine Abstellorte für Fahrzeuge verstanden, sondern entwickeln sich zunehmend zu intelligenten Mobilitätsknotenpunkten (Mobility Hubs). Ein modern ausgestattet Erholungs- oder Gewerbebereich bietet Schnittstellen für E-Ladestationen, Carsharing-Angebote und multimodale Verkehrsanbindungen. Die Kennzeichenerkennung bildet hierbei das digitale Fundament, da sie die einfache Autorisierung und Abrechnung verschiedenster Dienstleistungen über ein einziges, zentrales Erkennungsmerkmal – das Nummernschild – ermöglicht.

Kostenfaktor Schranke: Einsparungen durch barriereloses Parken

Klassische Schrankenanlagen sind für Parkplatzbetreiber mit erheblichen finanziellen und organisatorischen Belastungen verbunden. Die Anschaffungskosten für Schranken, Ticketausgeber, Induktionsschleifen und die dazugehörigen Kassenautomaten stellen eine erhebliche Anfangsinvestition dar. Viel schwerer wiegen jedoch die laufenden Betriebskosten. Mechanische Bauteile unterliegen einem permanenten Verschleiß und müssen regelmäßig durch Fachpersonal gewartet werden. Vandalismus, abgebrochene Schrankenbäume oder im System verklemmte Tickets führen zu teuren Ausfallzeiten und erfordern oft den schnellen Einsatz von Service-Technikern vor Ort.

Im direkten Vergleich dazu überzeugt ein ANPR-basiertes System durch eine extrem schlanke Hardware-Infrastruktur. Für den Betrieb einer schrankenlosen Anlage werden im Wesentlichen lediglich hochauflösende Spezialkameras an den Ein- und Ausfahrten sowie gut sichtbare Hinweisschilder benötigt. Da keine beweglichen Teile im Einsatz sind, sinkt das Risiko von mechanischen Defekten auf ein Minimum. Dies führt zu einer drastischen Reduzierung der laufenden Instandhaltungskosten. Auch das aufwendige und kostenintensive Handling von Bargeld an Kassenautomaten kann durch den Fokus auf digitale Bezahlwege – wie QR-Codes, Park-Apps oder Online-Zahlungsportale – deutlich reduziert oder sogar vollständig eliminiert werden.

Zusätzlich entfällt der administrative Aufwand für das Ticketing. Betreiber müssen keine Papierrollen für Tickets oder Quittungsdrucker mehr bevorraten und austauschen. Die gesamte Verwaltung der Parkvorgänge erfolgt rein digital im Hintergrund. Sollte es dennoch einmal zu einer Störung kommen, lässt sich das System in den allermeisten Fällen per Fernwartung analysieren und konfigurieren, ohne dass ein Techniker physisch am Standort erscheinen muss. Diese enorme Effizienzsteigerung sorgt für eine schnelle Amortisation der Installationskosten und sichert langfristig planbare, niedrige Betriebskosten.

  • Minimierter Hardware-Verschleiß: Keine Schrankenmotoren, keine Ticketausgabe-Mechanik, weniger Fehlerquellen.
  • Reduzierte Logistik: Wegfall von physischen Tickets und drastische Reduktion des Bargeld-Handlings vor Ort.
  • Remote-Betrieb: Störungsbehebung und Software-Updates erfolgen unkompliziert aus der Ferne.

Parkraumüberwachung im Wandel: Moderne Adoption auf privaten Flächen

Der Einzelhandel, Hotelbetriebe und medizinische Einrichtungen stehen vor der ständigen Herausforderung, ihre Parkflächen vor Fremd- und Dauerparkern zu schützen. Klassische Kontrollmethoden, wie der Einsatz von Kontrollpersonal zur Überprüfung von ausgelegten Parkscheiben, sind nicht nur personalintensiv, sondern bergen auch ein erhebliches Konfliktpotenzial. Kunden, die schlicht vergessen haben, ihre Parkscheibe gut sichtbar auf dem Armaturenbrett zu platzieren, reagieren verständlicherweise verärgert, wenn sie mit einer hohen Vertragsstrafe konfrontiert werden. Dies führt zu einem dauerhaften Reputationsverlust für den eigentlichen Standortbetreiber.

Die fortschreitende parkraumüberwachung adoption zeigt, wie moderne Technologie diesen Konflikt elegant löst. Ein Supermarkt-Betreiber im städtischen Raum kann beispielsweise eine kundenfreundliche Höchstparkdauer definieren. Fährt ein Kunde auf den Parkplatz, wird sein Kennzeichen datenschutzkonform erfasst. Erledigt er seinen Einkauf innerhalb der vorgegebenen Zeit und verlässt die Fläche wieder, werden die erfassten Daten unmittelbar und spurlos gelöscht. Für den Kunden entsteht keinerlei Aufwand – er muss weder eine Parkscheibe einstellen noch ein Ticket ziehen.

Nur bei einer deutlichen Überschreitung der zulässigen Parkdauer bleibt das Kennzeichen im System gespeichert, um eine entsprechende Nachverfolgung zu ermöglichen. Diese kundenorientierte Ausgestaltung sorgt für eine hohe Akzeptanz und schützt die wertvollen Stellplätze zuverlässig vor Falschparkern, während die eigentliche Kundschaft ein maximal komfortables Einkaufserlebnis genießt. Auch Kliniken nutzen diese Systeme, um beispielsweise separate Tarifzonen für Mitarbeiter, Patienten und Kurzzeit-Besucher völlig flexibel und ohne Schranken-Nadelöhre zu verwalten.

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Rechtliche Sicherheit: DSGVO und StVG auf dem neuesten Stand

Ein zentrales Thema bei der Einführung kamerabasierter Systeme ist verständlicherweise der Datenschutz. Da das Kfz-Kennzeichen gemäß der europäischen Gesetzgebung als personenbezogenes Datum im Sinne des Artikels 4 Nummer 1 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eingestuft wird, unterliegt die Verarbeitung strengen rechtlichen Vorgaben. Die gute Nachricht für Betreiber ist jedoch, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland inzwischen klar definiert und gerichtlich bestätigt sind.

Auf privaten Flächen stützt sich die Erfassung der Kennzeichen in der Regel auf das berechtigte Interesse des Betreibers gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f DSGVO. Das berechtigte Interesse liegt hierbei in der Durchsetzung der privaten Parkordnung, dem Schutz des Eigentums und der Abwehr von unbefugter Nutzung. Damit die Verarbeitung rechtssicher erfolgt, müssen Betreiber jedoch zwingend transparente Informationspflichten erfüllen. Bereits im Einfahrtsbereich müssen unübersehbare, leicht verständliche Hinweisschilder gemäß Artikel 13 DSGVO angebracht sein, die den Autofahrer über die Datenverarbeitung, den Verantwortlichen sowie die Speicherdauer informieren. Zudem ist vor der Inbetriebnahme eine strukturierte Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) nach Artikel 35 DSGVO durchzuführen, um die Risiken für die Betroffenen systematisch zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen zu dokumentieren.

Ein Meilenstein im Straßenverkehrsrecht

Ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Akzeptanz digitaler Kontrollen ist die Reform des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Zum 1. Juli 2026 ist der neue § 63g StVG in Kraft getreten. Diese Vorschrift schafft erstmals einen einheitlichen, bundesweiten Rechtsrahmen für die weitgehend automatisierte Kontrolle des ruhenden Verkehrs im öffentlichen Raum durch sogenannte Scankraftfahrzeuge (Scan Cars). Diese Fahrzeuge erfassen Kennzeichen im Vorbeifahren und gleichen sie direkt digital ab. Dass der Gesetzgeber diesen Schritt gegangen ist, unterstreicht die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung von ANPR-Technologien als zukunftsweisendes Werkzeug zur effizienten Verkehrs- und Parkraumsteuerung.

Sollte auf einer privaten Fläche ein Verstoß vorliegen – etwa durch das Überschreiten der Höchstparkdauer –, ermöglicht das Gesetz dem Betreiber die Geltendmachung seiner zivilrechtlichen Ansprüche. Über eine einfache Registerauskunft gemäß § 39 Absatz 1 StVG können die Halterdaten beim Kraftfahrt-Bundesamt oder der zuständigen Zulassungsstelle abgefragt werden. Die Rechtsprechung, unter anderem des Bundesgerichtshofs, bestätigt in diesem Zusammenhang, dass dem Fahrzeughalter eine sekundäre Darlegungslast obliegt, falls er nicht selbst gefahren ist. Dies sichert Betreibern eine zuverlässige Handhabe bei der Durchsetzung ihrer Parkregeln.

  • Rechtsgrundlage Privatgrund: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO rechtfertigt die Erfassung zur Wahrung berechtigter Interessen.
  • Transparenzpflicht: Eindeutige Beschilderung nach Art. 13 DSGVO ist für die Rechtssicherheit zwingend erforderlich.
  • Gesetzliche Anerkennung: Der neue § 63g StVG legitimiert digitale Kontrollverfahren im öffentlichen Raum.
  • Halterabfrage: § 39 Abs. 1 StVG regelt die Übermittlung von Halterdaten zur Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche.

ANPR-Markt Deutschland 2026: Wirtschaftliche Vorteile und ROI

Für Investoren und Betreiber steht die wirtschaftliche Rentabilität eines Projekts an erster Stelle. Der anpr markt deutschland 2026 verdeutlicht eindrucksvoll, dass sich die Umstellung auf digitale Kennzeichenerfassung in den allermeisten Fällen innerhalb kürzester Zeit amortisiert. Da bei schrankenlosen Systemen der mechanische Verschleiß und die damit verbundenen Wartungskosten nahezu vollständig wegfallen, reduzieren sich die laufenden Betriebsausgaben drastisch im Vergleich zu traditionellen Schrankensystemen.

Ein wesentlicher Hebel für eine positive Rendite (ROI) liegt in der optimierten Auslastung der Parkflächen. Bei klassischen Schrankenanlagen kommt es an den Ein- und Ausfahrten regelmäßig zu Verzögerungen. Wenn Autofahrer nach einem Ticket suchen, Probleme beim Bezahlvorgang haben oder Schranken aufgrund von Defekten geschlossen bleiben, blockiert dies wertvolle Parkplatzkapazitäten und schreckt potenzielle Kunden ab. Ein Free-Flow-System auf ANPR-Basis hingegen garantiert eine flüssige Abwicklung ohne jegliche Verzögerung. Dies steigert den Durchsatz der Fahrzeuge erheblich, was insbesondere an stark frequentierten Standorten zu einer spürbaren Umsatzsteigerung führt.

Darüber hinaus eröffnen sich durch die Digitalisierung der Parkprozesse völlig neue Einnahmequellen. Durch die präzise, sekundengenaue Erfassung der Parkdauer können Betreiber hochflexible Tarifmodelle einführen. So lassen sich beispielsweise dynamische Preise (Yield Management) etablieren, bei denen die Parkgebühren je nach Tageszeit, Wochentag oder aktueller Auslastung variieren. Auch Kooperationen mit lokalen Einzelhändlern, die ihren Kunden über digitale Rabattcodes oder Whitelists kostenfreie Parkzeiten gewähren, lassen sich ohne administrativen Aufwand im System hinterlegen. Die Kombination aus niedrigen Betriebskosten und gesteigerten, flexiblen Einnahmen macht ANPR-Systeme zu einer der rentabelsten Investitionen im modernen Immobilien- und Infrastrukturmanagement.

Warum jetzt auf ANPR umsteigen: Der perfekte Zeitpunkt für Betreiber

Viele Immobilieneigentümer und Parkplatzbetreiber stellen sich die Frage, ob sie noch warten oder sofort handeln sollten. Die Antwort, warum jetzt auf anpr umsteigen die einzig logische Konsequenz ist, liegt in der rasanten technischen Konsolidierung und der klaren Weichenstellung durch den Gesetzgeber. Wer heute noch in veraltete Schranken- und Ticketinfrastrukturen investiert, bindet wertvolles Kapital in einer Technologie, die bereits in naher Zukunft nicht mehr wettbewerbsfähig sein wird.

Ein entscheidendes Argument für den jetzigen Umstieg ist die Zukunftssicherheit und die modulare Erweiterbarkeit digitaler Systeme. Der moderne Parkraum von heute muss sich flexibel an neue Mobilitätsformen anpassen können. Die Integration von E-Ladesäulen (EV Charging) ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Über ein cloudbasiertes ANPR-System lässt sich der Ladevorgang direkt mit dem Parkvorgang verknüpfen. Das Fahrzeug fährt ein, lädt Strom und an der Ausfahrt wird die bezogene Energie zusammen mit der Parkgebühr in einer einzigen, unkomplizierten Transaktion abgerechnet. Dies spart dem Nutzer die Registrierung bei unzähligen Lade-Apps und bietet dem Betreiber ein hochgradig attraktives Service-Paket.

Darüber hinaus ist die gesellschaftliche Akzeptanz für schrankenloses Parken auf einem historischen Höchststand. Die weite Mehrheit der Autofahrer hat im Alltag bereits positive Erfahrungen mit ticketlosem Parken gesammelt und bevorzugt Standorte, die diesen Komfort bieten. Betreiber, die jetzt den Schritt zur Digitalisierung gehen, sichern sich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten, die weiterhin auf umständliche, analoge Barrieren setzen. Der Umstieg ist somit keine bloße Modernisierungsmaßnahme, sondern eine strategische Entscheidung zur langfristigen Sicherung von Kundenzufriedenheit und Ertragskraft.

Technische Umsetzung: Von der Hardware-Installation bis zur Cloud-Anbindung

Die physische und softwareseitige Umstellung einer Parkfläche auf ein modernes ANPR-System gestaltet sich in der Praxis erstaunlich unkompliziert und erfordert nur minimale Eingriffe in die bestehende Bausubstanz. Im Gegensatz zu Schrankenanlagen, die oft aufwendige Fundamentarbeiten, das Verlegen von Induktionsschleifen im Asphalt und komplexe Verkabelungen benötigen, beschränkt sich die Hardware-Installation bei der Kennzeichenerkennung auf wenige, strategisch platzierte Komponenten.

Zunächst werden hochauflösende ANPR-Kameras an den Zufahrts- und Abfahrtswegen montiert. Diese Kameras sind speziell für die Erfassung von Nummernschildern unter schwierigen Licht- und Witterungsbedingungen optimiert und verfügen über integrierte Infrarot-Illuminatoren. Für die Stromversorgung reicht in der Regel ein Standard-Stromanschluss mit 230 Volt aus. Alternativ können moderne Kamerasysteme auch direkt über das Netzwerkkabel per Power over Ethernet (PoE) mit Energie und Daten versorgt werden. Die Kameras erfassen das Kennzeichen rein als optisches Bild, welches noch direkt in der Kamera (Edge Processing) oder in einem kompakten Vor-Ort-Controller in eine schlanke Textdatei umgewandelt wird.

Diese Textdatei wird anschließend über eine gesicherte Internetverbindung (beispielsweise über ein integriertes LTE- oder 5G-Mobilfunkmodul oder ein lokales LAN-Kabel) an das cloudbasierte Parkraum-Managementsystem (PMS) übertragen. In der Cloud erfolgt der sofortige Abgleich mit den Datenbanken – etwa zur Überprüfung von Dauerparkberechtigungen oder bereits getätigten Zahlungen. Der gesamte Prozess von der Erfassung des Kennzeichens bis zur Verarbeitung im System dauert weniger als eine Sekunde. Dank dieser schlanken und hochgradig standardisierten Systemarchitektur lassen sich selbst komplexe Parkflächen innerhalb weniger Tage komplett digitalisieren und in Betrieb nehmen.


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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ja, der Einsatz von ANPR-Systemen auf privaten Parkflächen ist absolut legal. Die rechtliche Grundlage bildet in der Regel das berechtigte Interesse des Betreibers gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f der DSGVO. Voraussetzung für die rechtssichere Nutzung sind gut sichtbare Hinweisschilder nach Artikel 13 DSGVO an den Einfahrten sowie die Durchführung einer vorherigen Datenschutz-Folgenabschätzung gemäß Artikel 35 DSGVO.

Was passiert mit den Daten von Fahrzeugen, die sich an die Parkordnung halten?

Der Datenschutz hat bei modernen Systemen oberste Priorität. Die Daten von Fahrzeugen, die sich völlig ordnungsgemäß verhalten – also beispielsweise innerhalb der kostenfreien Höchstparkdauer parken oder ihre Parkgebühren rechtzeitig bezahlen –, werden beim Verlassen der Parkfläche unverzüglich, vollautomatisch und unwiderruflich aus dem System gelöscht. Es findet keine dauerhafte Speicherung oder Profilbildung statt.

Wie bezahlen Autofahrer auf einem schrankenlosen ANPR-Parkplatz?

Die Bezahlung erfolgt extrem flexibel und kundenfreundlich über verschiedene digitale Kanäle. Autofahrer können die anfallenden Gebühren bequem per Smartphone über bekannte Parking-Apps, durch das Scannen eines QR-Codes auf Hinweisschildern oder über eine mobile Webseite vor Ort begleichen. Für Kunden, die eine klassische Bezahlung bevorzugen, können zusätzlich moderne Kassenautomaten aufgestellt werden, an denen das Kennzeichen eingegeben und bar oder mit Karte bezahlt wird.

Können ANPR-Kameras auch schmutzige oder beschädigte Kennzeichen fehlerfrei erfassen?

Moderne Kamerasysteme arbeiten mit hochentwickelten Algorithmen und künstlicher Intelligenz, die eine extrem hohe Erkennungsrate gewährleisten. Selbst stark verschmutzte, zerkratzte oder verformte Kennzeichen sowie schwierige Witterungsverhältnisse wie starker Schneefall oder Dunkelheit stellen für die Sensoren in der Regel kein Hindernis dar. Sollte ein Kennzeichen in seltenen Ausnahmefällen tatsächlich nicht automatisch lesbar sein, greifen standardisierte, manuelle Klärungsprozesse im System.

Wie hoch sind die Anschaffungs- und Betriebskosten im Vergleich zu Schranken?

Die reinen Anschaffungskosten für ein ANPR-System liegen oft unter denen einer klassischen Schrankenanlage, da wesentlich weniger mechanische Hardware benötigt wird. Noch gravierender ist der Unterschied bei den laufenden Betriebskosten: Durch den Wegfall verschleißanfälliger Schrankenmechanik, Ticketdrucker und aufwendiger Bargeldlogistik lassen sich im laufenden Betrieb erhebliche Einsparungen erzielen, wodurch sich das System extrem schnell amortisiert.

Können bestehende Parkflächen unkompliziert auf ANPR umgerüstet werden?

Ja, eine Umrüstung ist in der Regel problemlos und ohne größere Baumaßnahmen möglich. Da keine Schrankenfundamente gegossen oder Induktionsschleifen in den Asphalt geschnitten werden müssen, beschränkt sich die Installation auf die Montage der Kameras und Schilder. Das System benötigt lediglich einen standardmäßigen Stromanschluss und eine stabile Internetverbindung, wodurch der laufende Betrieb während der Installation kaum beeinträchtigt wird.


Marius Stein Geschäftsführer
Marius Stein ist Geschäftsführer der Parketry GmbH. Er begleitet Eigentümer und Betreiber privater Parkflächen bei der Einführung digitaler Parkraumbewirtschaftung und -überwachung – von der ersten Potenzialanalyse bis zum laufenden Betrieb ohne Schranke und ohne eigenes Personal.